Mittwoch, März 15, 2017

So war es früher - Teil 3

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Die Seiten "So war es Früher 1+2"  sind mit vielen Dokumenten bestückt und so entsteht hier "Früher Teil 3"

Die Fotos sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nicht ohne Erlaubnis verwendet werden!

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10.4.2017
Meldung aus Pöschendorf:

Geschichte über Pöschendorf(er): Zweiter Band der Dorfchronik ist fertig

Als Ostergeschenk legen die Autoren Michael Bellmann und Helfried Möller den zweiten Band der Dorfchronik mit dem Titel „Geschichten über Pöschendorf(er)“ vor. In dem Buch sind auf 452 Seiten sehr interessante Lebensberichte von Pöschendorfern aus verschiedenen Epochen und viele Geschichten über den Ort zusammengefasst. Dazu sagt Michael Bellmann, der seit 2003 mit seiner Familie in dem kleinen Dorf unweit von Schenefeld lebt: „Auch wenn in unserer über 1000-jährigen Dorfgeschichte sicherlich keine weltbewegenden Ereignisse stattfanden, so haben die Pöschendorfer die Folgen der ‚großen Geschichte‘ unmittelbar gespürt.“

Das Buch fängt mit der sogenannten Verkoppelung an. Diese war in Pöschendorf erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts abgeschlossen. Eingegangen wird auf den Deutsch-Dänischen Krieg, bei welchem die Dorfschaft den verbündeten deutschen Truppen aktive Unterstützung leistete. Über die Kaiserzeit geht es weiter zur Hyperinflation von 1922/23 nebst deren Folgen bis hin zur Landvolkbewegung. Darauf aufbauend wird anhand einzelner Lebensberichte die NS-Zeit beschrieben, die exemplarisch für viele der damaligen Einwohner stehen. Umstritten dürfte eine Studie über Fremdarbeiter in Pöschendorf sein. Hier ist den Autoren bewusst, dass sie sich in einem politischen Minenfeld bewegen. Um sich ein Urteil bilden zu können, haben sie verschiedene Archive besucht, frei zugängliche Entnazifizierungsunterlagen sowie Prozessunterlagen durchforstet und sehr viele Gespräche mit Zeitzeugen geführt. Hilfreich waren dabei die im Amtsarchiv Schenefeld aufbewahrten und für Pöschendorf vollständig seit 1864 erhalten gebliebene Gemeindevertreterprotokolle, Einwohnermelderegister und Dokumente, mittels derer fundierte Tatsachenberichte entstanden sind. Ergänzt mit den Fakten aus dem Archivmaterial schildert so beispielsweise ein ehemaliger Flüchtling, der 1945 aus Ostpreußen mit seiner Familie nach Pöschendorf kam und heute in Karlsruhe lebt, verschiedene Einzelschicksale und die katastrophalen Nachkriegsumstände. Diese Erzählungen stehen exemplarisch für 532 Flüchtlinge und 197 Alteingesessene, die alle in den damals 56 Pöschendorfer Haushalten untergebracht werden mussten.
„Die Pöschendorfer haben bis zum heutigen Tag jede Herausforderung meisterhaft bewältigen können, egal ob es um Auseinandersetzungen zwischen Alteingesessenen und Zugezogenen, um Streitfälle über Schulen, um Abwehr von Eingemeindungsbestrebungen oder Umgehungsstraßen ging“, betont Ko-Autor, Dr. Helfried Möller, der mit seiner Familie seit 1998 in der Gemeinde wohnt, und ergänzt: „Geschichte wiederholt sich vielleicht nicht, aber sie gibt Orientierung und macht bisweilen auch Mut, wenn es um die Gestaltung der Zukunft geht. Besonders die letzten 200 Jahre zeigen, welch prägende Stärke Selbstbestimmung noch heute besitzt. Mit Zähigkeit und Fleiß haben die Pöschendorfer viele Schwierigkeiten bewältigt. Das Wichtigste bei allen Herausforderungen war und ist jedoch der Zusammenhalt.“
Norbert Graf, der Pöschendorfer Bürgermeister, ist über den zweiten Band der Ortschronik begeistert und sagt: „Wenn man das Werk aufschlägt und zu lesen beginnt, dann scheint es so, als wolle eine längst dahingegangene Zeit noch einmal zu neuem Leben erwachen. Michael Bellmann und Helfried Möller ist es gelungen, viele verborgene Kostbarkeiten wieder zu entdecken, die ohne ihre Arbeit wohl für immer verloren gewesen wären. Man braucht nicht mit allem einverstanden zu sein, was man hier zu lesen bekommt, aber für mich ist auch das zweite Buch so, wie ich mir unsere Chronik immer gewünscht habe: spannend und eigenwillig - wie unser Dorf.“
Ab dem 13. April 2017 kann die Chronik auch bei der Sparkasse Westholstein in Schenefeld, Holstenstraße 42, oder online unter www.poeschendorf.de erworben werden.

Bild:
v.l.n.r.: Dr. Helfried Möller, Bürgermeister Norbert Graf und Michael Bellmann stellen am 12. April den zweiten Teil der Dorfchronik vor Sonntag den 9.4.

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Hohenaspe den 3.1.2017

Fotos aus einer längst vergangenen Zeit ...

übergab mir heute Uwe Hennings aus dem Archiv seines Vaters Fiete Hennings.
Wie bereits auf diesem Blog berichtet, wird der E aktiv Markt Hennigs in Hohenaspe in wenigen Tagen von einem neuen Pächter übernommen.
Am 10.1. 2017 verabschiedet sich Uwe Hennigs aus Hohenaspe und übergibt den Lebensmittelmarkt an den Pächter Matthias Carstensen.
Für eine Woche - bis zum 17.1. - wird der Markt in der Hauptstraße dann vorerst schließen.
Die anstehenden Umbauarbeiten sollen im Frühling starten.
 Uwe Hennings überließ diesem Blog einen Koffer mit sehr alten Aufnahmen, die nun teilweise veröffentlicht werden sollen.
Leider gibt es vorerst kaum Hinweise zu den Fotos und vielleicht kann der ein oder andere Besucher des Blogs Infos zu den sehr alten Aufnahmen geben. Es würde mich freuen, da ich als nicht gebürtige Hohenasperin den Bezug zur Gemeinde nicht immer erkennen kann.
Die alten Fotos müssen eingescannt und aufwendig nachgearbeitet werden. Das Urheberrecht bleibt bei Fam. Hennings und mir.
Hier nun die entnommenen Fotos, mit einem herzlichen Dankeschön an Familie Hennings.


















Hochzeit in Schenefeld 1951

Umzug durch die Gemeinde Schenefeld

 Die Hauptstraße in Hohenaspe ist eindeutig wieder zu erkennen, aber wann gab es das Geschäft VIVO?

Der Fotograf verstand sein Handwerk, als er das Foto von der Hochzeitsgesellschaft mit dem Brautpaar Hennings 1951 in Schenefeld ablichtete.
Dort war der kleine Krämerladen der Mutter von Fiete Hennings

Personalfeier von B&H am 17.5.1947 - Wo die Aufnahme wohl entstanden ist?
Mehrere eingegangene Mails bieten die Lösung: Das Foto wurde auf der Amönenhöhe aufgenommen.
Andreas Koch weiß, dass B& H dort auch sein 125 jähriges Jubiläumsfoto aufnehmen will. Das Traditionsgeschäft Behrens & Haltermann feierte im November 2016 seinen Jahrestag.
Dieses Foto wurde sicher in Hohenaspe aufgenommen. Wann und wo?

In Kürze mehr Fotos aus der Sammlung
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Ein  alter Film vom Nord-Ostsee-Kanal - wohl aus den 50 er Jahren:

https://www.filmothek.bundesarchiv.de/video/593882

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Hohenaspe den 11.12.2016

Abordnung des dänischen Traditionsregimentes gedenkt den Todestag von Heinrich Sehestedt

 Der feierliche Gottesdienst an diesem 3. Adventssonntag wurde mit weit angereisten Gästen gefeiert. 
Es hat bereits eine lange Tradition, dass eine Abordnung der Dragoner (ursprünglich berittene Infanterie) aus Dänemark Hohenaspe an diesem Tag besucht. 
Vikarin Charlotte Kretschmann, Arne Rindom (Präsident DDS), Torben Norskov Madsen (Seniorsergeant), Villy Ager (Seniorsergeant), Kim Krogshede Madsen (Major) und Pastorin Stefanie Warnke vor der St. Michaelis-Kirche

Eine Delegation des dänischen Traditionsregimentes der Jütlanddragoner legte an diesem 3. Advent an der Gedächnistafel in der St. Michaelis Kirche für den Oberst Heinrich Sehestedt einen Kranz ab.

Dr. Martin Echt hatte einst in seinem Buch "Die Krummendieks von der Bekau" über die Historie Heinrich Sehestedt zusammengefasst:
 " Als im Jahr 1955 während einer Kabelverlegung in der St. Michaelis-Kirche ein alter Fußboden einbrach, konnte durch einen Spalt ein bisher unbekanntes Gewölbe vor dem Altar erkannt werden.
 Dort befanden sich sich drei gut erhaltene Holzsärge, an denen seitlich ovale Zinnplatten befestigt waren, die Auskunft über die Toten gaben. Auf dem mittleren Sarg lag ein Degen.
" Hier ruhet ... wohlgeborene Heinrich Sestede dero Königj. Majest. zu Dänemark Norwegen  bstallter Oberst zu Roß ist geboren  ao 1617den 5. Januar zu Bekmünde und dem Herren entschlafen ao 1676 - 21 Dez. an seinen entstanden Wunden in der Schlacht zu Schonen"
Nach Martin Echts Erkenntnissen, war Heinrich Sehestedt auf Befehl des Königs wiederholt gegen die Schweden gezogen.
Pastor Werner, der im 30jährigen Krieg Feldprediger gewesen war, hat den Leichnam in der Asper Kirche beigesetzt."

Spannende Geschichten auch in der Chronik des Kirchspiels Hohenaspe  HIER  ->Chronik des Kirchspiels Hohenaspe mit Drage, Ottenbüttel, Aspe, Friedrichsruhe und Christinenathal von H. Hansen, Pastor Hohenaspe 1895

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Hohenaspe den 9.11.

Dorfgeschichte wurde bei der Feuerwehr lebendig

Kirchengemeinde und Feuerwehr organisieren jährlich einen gemütlichen Nachmittag für Senioren im Schulungsraum der FFW Hohenaspe.

Begrüßt wurden an die 70 Gäste von Pastorin Stefanie Warnke, vom Wehrführer Marcel Hehr und vom Bürgermeister Hans Georg Wendrich.
 Geboten wurde nach dem Kaffee mit selbstgebackenen Kuchen ein spannender Vortrag vom Geschichtsstudent Jan Ocker.
Der junge Hohenasper besitzt eine große Leidenschaft für historische Gebäude mit deren Geschichten.
Belegt mit Bildern aus einer längst vergangenen Zeit, zeigte der Student ein Stück Geschichte vom Kirchspiel der Gemeinde mit deren Persönlichkeiten und deren bedeutsamen Gebäuden.
Ocker erzählte u.a. von britischen Kommandotruppen, die bereits vor der Kapitulation Mai 1945 nach seiner Recherche in Hohenaspe einquartiert waren.
Jan Ocker erhielt reichlich Beifall für seine Ausführungen.
Zum Schluss seines Vortrages bat er die Anwesenden darum, sich bei ihm zu melden, wenn sie als Zeitzeugen ihm über die Dorfgeschichte weitere Informationen liefern könnten.
Längerfristig plant Ocker ein Buch von seinen Ermittlungen zu schreiben.
Jan Ocker bat ich, seinen interessanten Vortrag zusammenzufassen.
In einer Mail schrieb er:

"
Dorfgeschichte lebendig erhalten

„Op de Kaakser Schanz heff ik mien Geld verdanst; op de Kaakser Brügg heff ik’t verjuucht“ – so lautet der Text eines aus Schenefeld überlieferten Liedes, das sich auf die Gastwirtschaft bei der Kaaksburg (Kaakser Schanz) bezieht. 
Das Tanzbein wird hier heute nicht mehr geschwungen und auch die Melodie der angeführten Liedzeilen gehört sicherlich längst der Vergangenheit an; es bleiben einzig die im Jahre 1931 von Otto Mensing in dessen Schleswig-Holsteinischen Wörterbuch festgehaltenen Worte.

Es handelt sich hierbei um ein kleines Beispiel aus der Volkskunde, das ich im Vorfeld meines Vortrages mit dem Titel Drage, Hohenaspe, Kaaks, Looft, Ottenbüttel. 5 Gemeinden, 1 Kirchspiel, 2 Dorfchroniken? gefunden habe. 
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit Geschichte, wobei die schleswig-holsteinische Landesgeschichte und besonders die Steinburger Kreisgeschichte mein Interesse geweckt haben.
Den Anlass dieses Vortrages gab ein Blick in den Bücherschrank: Während in Kaaks und Ottenbüttel Dorfchroniken vorliegen, fehlen diese für die Orte Drage, Hohenaspe und Looft. Hansens Kirchspielchronik von 1895 und Schmalfelds Aufzeichnungen aus der Zeit vor 1950 können lediglich als Bausteine verstanden werden; bei den häufig als Hohenasper Chronik aufgefassten Forschungen Dr. Martin Echts handelt es sich in erster Linie um eine Arbeit zum Adelsgeschlecht der Krummendieks.
Neben der Bestrebung, eine Gesamtchronologie von der Ur- und Frühgeschichte bis zum aktuellen Zeitpunkt für die Gemeinden des Kirchspiels Hohenaspe zu erstellen, besteht mein besonderes Interesse zunächst darin, die vergangenen zirka 100 Jahre mittels Erinnerungen, Fotografien und Aufzeichnungen festzuhalten und auf diese Art und Weise zu erhalten.
Als einen Anstoß, um orts- und vor allem auch generationsübergreifend über die Vergangenheit der fünf Dörfer ins Gespräch zu kommen, habe ich im Vortrag bewusst ganz unterschiedliche Themen mit zahlreichen Bildern gewählt. Die Geschichte einzelner Höfe und Häuser – etwa des Hohenasper Armenhauses, der Gastwirtschaften, Meiereien und Schulen mit ihren Lehrkräften – sowie Erinnerungen an Personen, Alltägliches und Außergewöhnliches, die schwierigen Zeiten der Kriege, aber eben genauso Feste und Feierlichkeiten standen dabei im Blickpunkt. Bei den weit gefächerten Betrachtungen fanden beispielsweise sowohl die einst durch die Kaakser Feldmark führende Drahtseilbahn als auch die Einquartierung des Armeeoberkommandos Blumentritt in Hohenaspe im Mai 1945 ihre Erwähnung.
Meine Hoffnungen als junger geschichtsinteressierter Hohenasper bestehen jetzt darin, über Bildmaterial, Aufzeichnungen sowie insbesondere Gespräche mit (älteren) Dorfbewohnern aller fünf Orte Informationen zu sammeln und zu bewahren.

Jan Ocker "
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Looft den Looft den 22.7.2016

Looft - eine kleine Gemeinde mit vielen Aktionen

Loofter würdigen Energie-Veteranen 

Das Foto - zur Verfügung gestellt von der Gemeinde Looft - wurde 1918 aufgenommen und zeigt das Kleinkraftwerk.
Horst Schacht / Itzehoe schreibt zum Foto: "Hinter dem Aggregat steht der damals 11 jährige Hermann Brandt."

62 Jahre lang versorgte sich Looft eigenständig mit Strom
Am Dienstag den 19.7. versammelten sich zahlreiche Bürger in der  Loofter Hauptstraße, um in einem feierlichen Akt, ein Denkmal zu enthüllen, das an die eigene Stromversorgung in der Gemeinde bis 1973 erinnert. 
Firma Gradert in Schenefeld hat das alte Erinnerungsstück - einen alten Strommasten - sandgestrahlt und verzinkt. 
Eine Tafel mit der Aufschrift: 
"Looft war die erste und letzte Gemeinde in Schleswig-Holstein mit privater Stromversorgung von 1911 bis 1973  Zur Erinnerung an Herman Brandt 1907 -2008"
 wird das viele Jahre betriebene Kleinkraftwerk der Familie Brandt im stetigen Gedenken erhalten. 

Ein 45 PS Einzylinder Gasmotor trieb den Stromgenerator an. Das Gas wurde aus Anthrazitkohle erzeugt.

Als Johannes Brandt - der Vater von Hermann Brandt - 1917 in den Krieg zog, musste der Sohn Hermann die Aufgaben seines Vaters als 10 jähriger mit übernehmen. 
Eine mit Steinkohle privat betriebene Dampfmaschine,  sorgte vorerst für die Stromversorgung in der Gemeinde. 
Es mussten die Maschinen bedient und gewartet werden. Es fielen Wartungsarbeiten am Netz an und zusätzlich erfolgten monatlich die Stromablesungen. 
60.000 Reichsmark trugen Bauern in Looft zusammen, um ein acht Kilometer langes Stromnetz auszubauen.
1923 entschied sich der Energie-Veteran Brandt für eine Einspeisung auf das gerade fertig gestellte Überlandnetz.

Bis zur Übernahme 1973 der Elektrizitätsversorgung in Looft durch die SCHLESWAG speiste Brandt seinen Strom "Made in Looft" ins Netz ein. 



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Beim Durchsuchen der Festplatten nach einem bestimmten Bild, bin ich zufällig auf dieses Foto von Egon Kunzmann gestoßen.
Ich kann mich nicht daran erinnern es veröffentlicht zu haben.
Es wurde 1919 in Hohenaspe aufgenommen und zeigt das Malmeistergeschäft mit Fam. Anton Kunzmann.
und da fällt mir gleich die nächste Geschichte zu ein, die ich hier im September 15.gepostet hatte:

Hohenaspe den 3.9.2015

Alte Kriegs-Chronik bei Renovierungsarbeiten entdeckt

In der Hauptstraße in Hohenaspe wird in diesen Tagen aufwendig ein Einfamilienhaus saniert.

Bei den Arbeiten entdeckten Handwerker hinter einer verkleideten Wand zwei alte Bilder, die wahrscheinlich am Kriegsende vor den zwangseinquartierten Besatzungssoldaten aus England versteckt oder ganz einfach bei Restaurierungsarbeiten überbaut wurden. Ein Bild davon konnte der Hausbesitzer Anderas Hedrich dem Enkel des auf der Urkunde abgebildeten Anton Kunzmanns überreichen, da er zufälligerweise mit ihm zusammen im Skatverein Null-ouvert in Hohenaspe Karten spielt.  Die Urkunde über die Zeit von 1914 - 1918 erhielt Anton Kunzmann zum Abschied seines östreichischen Militärdienstes.
Der spätere Hohenasper diente im Dragonerreigment bei den Ulanen.
Egon Kunzmann freut sich über das gut erhaltene Bild samt Rahmen, der von seinem Großvater selbst gefertigt wurde. 


 Es existiert noch ein Foto aus dieser auf der Urkunde beschriebenen Zeit. Egon Kunzmann stellte es vor einigen Jahren diesem Blog zur Verfügung.


 Fotografiert mit freundlicher Genehmigung von Andreas Hedrich
 Mit dem weiteren entdeckten Bild von 1903 kann niemand so richtig etwas anfangen. Vielleicht stammt das Foto von einem Lehrbetrieb, in dem Anton Kunzmann ausgebildet wurde? Hinweise werden gern entgegengenommen.
  


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 Kirchenstraßenansicht 1995

Veränderungen im Ort

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den 5.1. 2016
Brigitte Große-Honebrink (geb. Lange) schreibt:
"..... Heute schicke ich Ihnen zwei Bilder von meiner Einschulung bzw. aus der 1. Klasse (1963), mit unserem geliebten „Fräulein“ Hesebeck, die leider viel zu früh verstorben ist. Wenn gewünscht könnte ich die Namen dazu nennen."
Einschulung 1963 in Hohenaspe

"Außerdem habe ich noch eine Frage zu diesem Bild: 
Weiß jemand, wann es aufgenommen wurde? Ich meine, mich selbst darauf zu erkennen, auch einige andere (Bübi Goldschmidt, Hans Otte, Marina Bernhardt), bin mir aber absolut nicht sicher. Da ich sehr wenig Bilder aus der Zeit besitze, würde ich mich freuen, auf eins gestoßen zu sein.
Herzliche Grüße
Brigitte Große-Honebrink (geb. Lange)"

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  Klassenfotos aus der Grundschule Hohenaspe Ende der 80iger - 

übermittelt von Jens Borucki









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Anfrage aus Norderstedt:

Moin,Moin,
ich habe von 09.1943 bis 08.1949 auf dem Stammhof in Drage gewohnt
 Wir waren in Hamburg ausgebombt. Ich bin Jahrgang 1939
Bin in Drage zur Schule gegangen. Damals waren 4 Jahrgänge in einer Klasse.
Habe viel auf dem Hof von Zietz gespielt. Liebe seit der Zeit Bratkartoffeln aus der Pfanne.
Auf dem Hof lebte auch Inge Tödt mit ihrer Mutter - gern würde ich mich mit Inge noch einmal in Verbindung setzen.
Auf dem Gasthof Herbst war außerdem ein Mädchen, die in Kiel leben soll.
Besitze noch Bilder aus der Zeit. Habe die Flugzeugangriffe selbst erlebt.

Gruß aus Norderstedt - Gerhard Maaß


Wenn jemand mit Herrn Maaß per Mail in Kontakt treten möchte, bitte an mich wenden, ich gebe die Mailanschrift unverzüglich weiter. Maike Dudde

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Was wird mit dem Schwimmbad in Drage?

Hohe Kosten, wenig badefreudige Gäste, leere Kassen in den Gemeinden und ein inzwischen renovierungsbedürftiges Bad stellen den Weiterbetrieb des Schwimmbades in Frage.
Bürgermeister Bernd Tiedemann aus Drage informiert:
1970 wurde das kleine Freibad bei Drage am Schloßweg mit finanzieller Unterstützung von Kreis und Land gebaut.
Bereits 1966 schlossen die Gemeinden Drage, Hohenaspe und Looft einen Nutzungsvertrag ab.
Das Land investierte 57.000,- DM, der Kreis 28.700,- DM und die Gemeinde Drage 14.150,- DM, Hohenaspe 31.560,-DM und  Looft 6.480,-DM.
Selbst getragen hat sich das Freibad nie und musste von Eröffnung an, von den Gemeinden unterstütz werden. In den ersten Jahren waren es bereits 20.000,- DM jährlich und die Gemeinde Looft schaltete sich aus der Finanzierung aus.
Inzwischen haben sich die Ausgaben auf jährlich 20.000,- € erhöht und ein anstehender Renovierungsaufwand wurde  bereits vor 2 Jahren mit  über 200.000,- € veranschlagt.
Das Umkleidehaus und Technik des Bades muss von Grund auf saniert werden und wenig  Badegäste machen den Weiterbetrieb so unmöglich. Im den Gemeindesitzungen wird das Thema in Kürze erörtert und zur Abstimmung gebracht.
 Der Schul- und Sportausschuss in Hohenaspe hat sich in seiner letzten Sitzung gegen die weitere Finanzierung des Schwimmbades ausgesprochen und wird eine entsprechende Empfehlung dem Gemeinderat vorlegen. 
 Eine Entscheidung, ob das Freibad in Drage "rückgebaut" wird, steht noch aus.
 Aufnahmen aus dem Schusterarchiv vom Juni 1973.
Im Drager Freibad haben viele Kinder ihre ersten Schwimmzüge gemacht, sich  mit Freunden getroffen und an heißen Sommertagen abgekühlt. Diese Erinnerungen sollten sie pflegen, denn sehr lange wird es diese Anlage aller Voraussicht nach, nicht mehr geben.



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116 Jahre altes Zeitdokument 

Für alle, die sich für alte Überlieferungen aus unserer Region interessieren, gibt es - Dank Hans Herbst aus Drage - eine besondere Überraschung:


In einem Druck von 1897 mit 56 Seiten wird das Gut Drage und die dazu gehörigen Dorfschaften nach Niederlegung des Hoffeldes und Verteilung der Dorfgemeinheiten 1787 - 1820 von Hedde Jürgens beschrieben.
Auf dieser  Seite wurde sie mit Hilfe von C.C. Christiansen veröffentlicht.
Wer Interesse am Historischen Druck mit der Umschreibung hat, bitte beim Administrator (Siehe Impressum) melden.


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Post vom 7.2.2014  von Hermann Wuttke

Sehr geehrte Frau Dudde!
Kurz zu meiner Person: Ich war mit meiner Familie als Pastor in meiner ersten Stelle in Hohenaspe in der Zeit von 1965 bis 1969. Ich wurde 1966 nach einem Jahr als sog. „Hilfpfarrer“ vom Kirchenvorstand gewählt und eingeführt. (Siehe beigefügte Fotos). Mein Vorgänger war Pastor Bruns, der nach 2 Jahren Hohenaspe wieder verlassen hatte, um eine Stelle als Bundeswehrseelsorger zu übernehmen. Sein Vorgänger war - bei den Älteren in Hohenspe sicher noch bekannt - Pastor Ketels, der wohl seine ganze Amtszeit in Hohenspe verbracht hat. Danach hat es dann noch manchen Pfarrerwechsel in Hohenaspe gegeben - das wissen Sie besser als ich. Nun erfahre ich über Ihre Homepage, dass  Hohenaspe - wohl zum ersten Mal - eine Pfarrerin hat. Zu unserer Zeit gab es eine einzige Frau im Kirchenvorstand, und eine Frau im Pfarramt wäre nicht nur in Hohenaspe, sondern  in allen Landeskirchen undenkbar gewesen.   
Wir haben Hohenaspe schon 1969 wieder verlassen. Das hatte etwas zu tun mit den nötigen Reformen sowohl in der Gesellschaft als auch in der Kirche, und die wurden mir als junger Pastor damals zu sehr blockiert. Im Rückblick auf mein Leben muss ich allerdings sagen, dass doch trotz mancher Widerstände einige Weichen gestellt wurden: Etwa in der Jugendarbeit oder bei den Vorarbeiten für einen Kindergarten mit der Gründung eines Vereins zur Errichtung und Förderung eines Kindergartens in Hohenaspe und mit dem Nahziel eine Kinderspielgruppe im Pastorat einzurichten. Das geschah auch: ab März 1969 wurden im Pastorat 2 Mal in der Woche für 3 Stunden 22 Kinder professionell betreut. Das Langzeitziel – der Kindergarten -ist dann ja auch bald erreicht worden. 

Ich bin damals in eine Berufsschulpfarrstelle in Saarbrücken gewechselt, und auch meine Frau hat dort in Teilzeit an der Berufsschule Religionsunterricht erteilt. Die letzten 17 Jahre meiner Amtszeit war ich bis 1995 wieder Gemeindepfarrer - diesmal in einer Industriegemeinde am Rande von Saarbrücken, die in jener Zeit durch eine schwierige Krisenzeit der industriellen Anpassung (weitgehende Schließung des Stahlwerks als Hauptarbeitgeber vor Ort) gehen musste. 1995 bekam ich von einem meiner Nachfolger im Pfarramt Hohenaspe- eine herzlich Einladung zu einer Feier der Silbernen Konfirmation mit meinem letzten Konfirmandenjahrgang. Der Termin hat sich leider mit meiner Verabschiedung überschnitten, so dass ich nicht dabei sein konnte. Zu dieser Gruppe gehörte Karin Trüggelmann, mit der wir später noch Kontakt hatten. Einen letzten kurzen Kontakt mit Hohenaspe hatten meine Frau und ich 2003 auf einer Durchfahrt zu meiner  Goldenen Konfirmation in Süderbrarup. Meine Frau ist vor 3 Jahren leider zu früh verstorben.
 Da ich z.Zt. bei der Durchsicht meiner Unterlagen bin, ist mir neben den Fotos von meiner Einführung auch einiges aus jener Zeit wiederbegegnet. So schicke ich Ihnen für Ihre sehr interessante Homepage " Hohenaspe, eine Gemeinde stellt sich vor" zunächst einmal ein offizielles Klassenfoto von 1969 (auf der Rückseite steht als Preis DM 3,--), da unsere Tochter noch in Hohenaspe in die Schule kam. (2.Reihe von unten dritte von rechts)
Verständlicherweise kann ich Ihnen zu den anderen Kindern keine Angaben machen, aber bei einer Veröffentlichung in Teil 3 Ihrer Rubrik "So war es früher" gibt es vielleicht Hinweise. 
Außerdem gibt es von dieser Klasse das Einschulungsfoto, das ich ebenfalls beifüge. 
Schließlich zwei Fotos von einer Konfirmandenfreizeit 1969. Wir waren in der damals entstehenden Jugendfreizeitstätte des Kirchenkreises Steinburg in Hanerau-Hademarschen. Es ist die Gruppe, die 2005 die silberne Konfirmation feierte und Karin Trüggelmann schaut auf dem 2. Foto als 3. von rechts stehend zu meiner Frau herunter. Die Klassenlehrerin des Einschulungsfotos ist Frau Wachholz, von der sie ja schon aus dem Jahr 1967 ein Foto gespeichert haben. 

Links steht das Ehepaar Runge, das uns eine große Hilfe in vielen Bereichen der Gemeindearbeit war. Was mich echt interessiert: Was ist aus jener Freizeitstätte wohl geworden? Hier im Kirchenkreis Saarbrücken haben wir zu Anfang der 70 iger Jahre etwas Ähnliches aufgebaut. Diese Einrichtung ist vor einiger Zeit - wie so viele wichtige kommunikative Einrichtungen in den Kirchen auch - dem Rotstift zum Opfer gefallen.
Sollte es Ihre Zeit erlauben, wäre ich an einer Reaktion von Ihnen auf meine Mail interessiert.
Mit freundlichem Gruß

Ihr Hermann Wuttke

Einführungsgottesdienst von Pastor Hermann Wuttke 1966
Interessant auch die Statur im Hintergrund. Auf dem Hohenasper Friedhof kennt man sie garnicht.
Helma Behrens aus Hohenaspe weiß die Lösung: Die Statur wurde mit dem Grabstein entfernt.


Anmerkung vom Administrator der Seiten: 
Wer für Herrn Wuttke Informationen aus der Zeit in Hohenaspe hat, kann sich an mich wenden. Die Anschrift liegt vor.


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 Anfrage von Arnold Carstens:

Wann immer ich dem 86 jährigen Hohenasper begegne, ist er wieder ein Stück in seiner Haltung kleiner geworden. Mit Hilfe seines Rollators ist der betagte Rentner ab und an in der Gemeinde unterwegs. Geistig  recht rege, interessieren ihn so viele Dinge, die es zu erkunden gibt. Sein großes Interesse liegt in der Vergangenheit. Geschichten von früher lassen seine trüben Augen zum Leuchten bringen. Immer wieder fragt er mich, weil er weiß, dass ich alte Bilder aus längst vergangenen Tagen sammele, ob sich etwas Neues an Bildmaterial aufgetan hat. 
In letzter Zeit muss ich ihn enttäuschen.
Er erkundigt sich nach dem Grabstein von Carl Hanssen auf unserem Friedhof an der St. Michaelis Kirche. Herr Carstens hat bis jetzt noch nichts Neues über den Rittmeister, der hier mit seiner Frau begraben liegt, in Erfahrung bringen können und das wurmt ihn.
 Natürlich kann ich ihm da auch nicht weiterhelfen. Damit hat der alte Herr auch nicht gerechnet - da er, als er sich vor einiger Zeit nach einer historischen Persönlichkeit bei mir erkundigte und ich gar nicht wusste von wem er spricht, an meiner Schulbildung zweifelt. Also nehme ich an, dass er hofft, dass ich seine Frage an diese Stelle der Leserschaft weitergebe, was ich dann auch tue. Bitteschön!
Die Eckdaten auf dem Grabstein lauten:
Rittmeister
HANSSEN, Carl
24.11.1818 - 05.09.1892 Schwadronchef der Schl.-Holsteinischen Armee; Angehörige: Sophie HANSSEN geb. v.WITZENDORFF 03.06.1832-20.01.1907

Falls jemand Kenntnisse über den Rittmeister oder dessen Nachkommen/ Wohnort besitzt, bitte melden.
Die geführten Schlachten gegen die Dänen, würden Herrn Carstens sicher auch interessieren.
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 Das Neue Testament als Einzelstück in der St. Michaelis-Kirche

 Auf 700 Seiten hatten 414 Gemeindemitglieder das Neue Testament 1998 abgeschrieben und bunt illustriert
Zur 850 Jahre Jubiläumsfeier der Kirche regte der damalige Pastor Christoph Scharff die Gemeinde zu diesem Werk an. Die Schrift liegt in der St. Michaelis-Kirche aus und ist so der Gemeinde zugänglich.
Diese Seiten mit den Psalmen haben Schüler der Grundschule Hohenaspe 1998 umgesetzt. Es war die Grundschulklasse von Frau Begemann. Die Schüler müssten inzwischen ca 23 -24 Jahre alt sein. 
 Artikel der Norddeutschen Rundschau vom 13-8-1998
Beim " Anklicken" vergrößert sich der Bericht.

 Zeichnungen von Gerda Brenk mit Ortsansichten aus Hohenaspe von 1949 

Es war eine Hausaufgabe, die das Flüchtlingsmädchen mit 14 Jahren erhalten hatte und mit viel Spaß erledigte, wie man den Zeichnungen ansehen kann. Der engagierte Lehrer Radke gab die Aufgabe im Zeichenunterricht 1949.
Die Familie Brenk musste aus Ostpreußen/ Wehlau 1945 fliehen. Es verschlug sie nach Hohenaspe. Die Flüchtlingsfamilie wurde auf dem Hof von Fam. Markus Tödt untergebracht.
1950 siedelte man die Familie in den Schwarzwald um. Die beiden Töchter der Fam. vermissten Hohenaspe sehr und verloren  nie die Verbindung zur Gemeinde. Helma Behrens aus Hohenaspe blieb mit ihren Freundinnen weiter in Kontakt. Gerda Brenk verstarb mit 30 Jahren. Die Schwester hatte die Zeichnungen all die Jahre aufbewahrt. Helma Behrens überreichte sie für diesen Blog zur Erinnerung.
 Bauernhof Heinrich Eicke sowie Garten Tödt
 Zeichnung Hof Egge mit der Note 2
Südöstliche Kirchenansicht 1949 mit der Note 2 -

Klassenzimmer in Hohenaspe 1930

mit Klassenlehrerin Frau Christiansen - Fotos von Peter Runge
Altes Reetdachhaus im Hamburger Weg Hohenaspe - Der Rungehof von 1650 -  Das Haus brannte 1948 ab.
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Der Wettkampf zu Pferd als großes  Dorfereignis

Foto: Hohenasper Ringreiter 1949
 Das Ringreiten besaß in der Nachkriegszeit eine große Tradition und die Turniere wurden mit einem Umzug durch den Ort gestartet. Diese Art von Wettkampf ist hauptsächlich in Norddeutschland und im südlichen Dänemark verbreitet.
Über die  Hohenasper Ringreiter erzählt man, dass sie in der Regel nicht so gute Ergebnisse bei den Turnieren erzielten. Aber ihr Auftreten mit den gut gepflegten Pferden und dem schicken weißen Outfit, machte sie legendär.
Fotos (von Erich Harders) aus einer längst vergangenen Zeit.
1951 Ringreiterturnier mit Umzug durch die Gemeinde Hohenaspe als Volksfest gefeiert

 Der Ursprung des Wettkampfs kam aus dem Mittelalter als sogenanntes "Rolandstechen". Es galt damals eine rotierende Strohpuppe mit Lanzen vom Pferd aus zu attackiert und somit die Wehrhaftigkeit der Reiter zu demonstrieren. In den laufenden Jahren entwickelte sich daraus das Ringreiten, bei dem der Reiter einen kleinen Ring (im Durchmesser von 1-2 cm im Galopp (!) mit einer kurzen Lanze aufspießen muss. Der  Ringreiterverein vor Ort wurde 1946 in Drage gegründet.
Frauen durften an dieser reinen Männerdisziplin nicht teilnehmen. Sie wurden zum Kranzbinden und Applaus schenken degradiert und das in einer Zeit, in der sie gerade zuvor meist allein während des Krieges Haus, Kind und Hof organisieren mussten. Das weibliche Geschlecht mit ihren Pferden ließen die Ringreiter erst in den 70er Jahren zu den Wettkämpfen antreten. Von da ab übernahmen Frauen auch Positionen in den Vorständen.
Als Pferde auf den Höfen immer mehr durch Maschinen ersetzt wurden, nahm die Teilnehmerzahl und somit der hohe Stellenwert der Ringreiter ab. 
Heute besteht der Drager Ringreiterverein  -Info HIER  - dank aktiver junger Frauen - immer noch und hält damit eine alte Tradition aufrecht und wie bereits vermerkt: „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme“ so Thomas Morus.
Das Reiterland  Schleswig-Holstein hat viele Pferdefans mit steigender Tendenz. Laut Statistik Nord (2011) zeigt sich der Kreis Stormarn  am „PS-stärksten“: Er zeichnete sich mit durchschnittlich 18 Pferden je landwirtschaftlichem Betrieb mit Pferdehaltung aus und lag damit deutlich über dem Landesdurchschnitt von zehn Pferden. Die meisten Pferde lebten hingegen in Rendsburg-Eckernförde (6 854 Tiere). 
In Kürze mehr.
1951
1951 und der Name Erich Heinz war zu diesem Foto vermerkt. Dazu schreibt Frau Schröder aus Looft:
"Der Reiter links im Bild soll Erich Heinz sein, es ist aber Erich Hinz, der Bruder von Frau Elfriede Tüxen  und dem verstorbenen Fritz Hinz (gegenüber von Edeka Rainer Hinz) aus Hohenaspe."     Vielen Dank für die Info!
Huje 1972
Hohenaspe 1949
1948 in Looft Pfingstturnier

1951 in Hohenaspe


Tabakanbau in Hohenaspe

Familie Erich Harders aus Hohenaspe gehörte zu den wenigen landwirtschaftlichen Betrieben in Schleswig-Holstein, die Tabak anpflanzten. Gerade mal 22 bäuerliche Betriebe bauten auf ca 230 ha Land in SH die Sorte Virginia für die Tabakproduktion an.
Gern erinnert sich der inzwischen 83 jährige Erich Harders an die Zeit zurück:
Auf dem Hof Harders in Hohenaspe ist man von 1947 – 1990 der Tabakpflanzung und Trocknung  nachgegangen. Das so begehrte nikotinhaltige Gewächs wurde ab März in Frühbeete mit Pferdedünger und Einheitserde (ein Kultursubstrat) ausgesät und nach den Eisheiligen (also Mitte Mai) aufs Feld in Handarbeit im Abstand von 35 cm gepflanzt. Die ersten Blätter pflückte die Familie mit Helfern von der 1,80 -2,00 Meter-Pflanze Ende Juli. Bis zu 15 Blätter konnten sie der Pflanze bis in den Oktober abgewinnen. 
 Erich Harders mit Sohn Uwe bei der Trocknung der Tabakblätter in den 70iger Jahren
 Silke und Erich Harders mit dem Vielfachgerät auf dem Tabakacker
 Zu Gast bei den Harders war die Landwirtschaftskammer 1986 um sich ein Bild vom Tabakanbau zu machen
Die Blätter wurden nach dem Pflücken aufwendig gestapelt und in den Röhrentrockner geschoben. Zunächst kam es zur Vergilbung. Der Ofen wurde mit Brikett in den späteren Jahren mit Öl geheizt. Die Trocknung begann langsam bei 35 – 40°. Danach wurde von 40° - 80° getrocknet, bis auch der Stängel ausgedörrt  war.
Nach 4 Tagen wurden die Blätter nach der „Griffigkeit“ – sie mussten also die Raumfeuchtigkeit wieder aufnehmen um geschmeidig zu werden – aufwendig mit vielen Händen sortiert. Hier unterschied man zwischen 1., 2., 3., und 4. Klasse. Die Tabakblätter wurden zu einer Sammelstelle nach Kellinghusen transportiert und dort nach Qualität beurteilt und bezahlt.
Tabak benötigt einen mittelmäßigen durchlässigen Boden, der mit Phosphorsäure und Kalium gedüngt wurde. Zu viel Nässe war und ist für die Pflanzen schädlich - die Qualität der Ernte wurde nach einem regnerischen Sommer mangelhaft. Eine weitere Gefahr für die Tabakpflanzen war ein Pilzbefall, der sich rasant ausbreitete.
Die Sorte Virginia ist für das Klima in Schleswig-Holstein geeignet.

In Kürze an dieser Stelle Fotos vom Ringreiten aus früherer Zeit.


Zum 125. Jubiläum unserer Freiwilligen Feuerwehr Hohenaspe wurde eine Festschrift verfasst, in der Reimer Becker und Lars Biermacher die Geschichte dieser Wehr Revue passieren lassen haben.

An dieser Stelle wird immer alle paar Wochen ein Teil daraus veröffentlicht. Den gesamten Text (also die Festschrift) kann man beim Wehrführer Marcel Hehr sowie bei Lars Biermacher beziehen.

TEIL 13 (Hochwassereinsatz in Dresden)

Am 15.08.2002 erging der nächste Auftrag zur Unterstützung der FFW-Hamburg:

Sandsäcke legen im Schloss Pilnitz um 17.00 Uhr mit 100 Mann. Um 22.30 Uhr konnte der Deich nicht mehr gehalten werden. Die Arbeit war vergebens. Verlegt wurden 25.000 Sandsäcke.
Der nächste Großeinsatz erfolgte am 21.08.2002 um 23.00 Uhr. Einsatz Wiener Platz für Stormarn, Steinburg und Dithmarschen. Dort mussten gleichmäßig drei große Gruben und Straßentunnel von ca. einem Kilometer Länge ausgepumpt werden. Der Einsatz dauerte bis zum 24.08.2002 Mittags 12.00 Uhr.
Nach Aussage der Bauleitung hatten bis dahin die Feuerwehrfahrzeuge über 200.000 cm³ Wasser aus Gruben und Tunnel gepumpt. Danach hat die Bundeswehr alles Weitere übernommen.


Vom 15.08. - 24.08.2002 haben die Steinburger Kräfte noch sieben Kellerräume von Einfamilienhäusern, vier Wohnblocks, eine Lagerhalle für Teppiche(ca. 40 x 80 m) leer gepumpt. Zwei Tiefgaragen von je 400 m² mussten bis auf 1,50 m wieder vollgepumpt werden, um den Gegendruck für die Wände herzustellen.
 Am 25.08.2002 war die 1. Feuerwehrbereitschaft des Kreises Steinburg, stolz und glücklich über die geleistete Arbeit, um 16.00 Uhr wieder in Nordoe angekommen.

Ein Videodokumentation aus diesen Tagen bei YouTube:
Der Ort Grimma liegt zwischen Leipzig und Dresden


Nach dem Hochwassereinsatz in Dresden wurde Hauptbrandmeister Heino Horn Bereitschaftsführer der Katastropheneinheit des Kreises Steinburg. Als Notfall-Seelsorger hat sich Pastor Scharff zur Verfügung gestellt.
Einsatz Dresden: Defekte Geräte und Materialien:
 1 Saugrohr
1 Zweimeterband
2 Schutzsiebe TS und Vorbau
2 Saugschutzkörbe
6 Paar Handschuhe
 3 Jacken
 2 Hosen
 1 Gehörschutz
 2 Halteleinen
3 Kupplungsschlüssel
1 Abgasschlauch TS

Jugendfeuerwehr vor der Gründung

 Eine schon seit langem geplante Gründung einer zweiten Jugendfeuerwehr im Amt Itzehoe-Land stand in der Gemeinde Hohenaspe kurz bevor. Eine der treibenden Kräfte war Amtswehrführer Hans-Hinrich Martens, der selbst aus Hohenaspe stammt. Mit Sorge beobachtete er, dass eintrittswillige Jugendliche den weiten Weg zur bisher einzigen AmtsJugendfeuerwehr nach Oldendorf nehmen mussten. Hierzu komme, dass die Oldendorfer Wehr völlig überlastet war und vor dem Aufnahmestop stand. Hohenaspe hatte sich nach Meinung von Hans Hinrich Martens als zentraler Punkt für die östlichen Gemeinden und als Gleichgewicht zu Oldendorf herauskristallisiert. Bürgermeister Hans-Georg Wendrich mit der Gemeindevertretung und Wehrführer Gerd Schmidt standen ebenfalls hinter dieser Idee. Sechs Feuerwehrleute meldeten sich bereits frühzeitig für Ausbildung und Betreuung der Jugendlichen.

Gründung der Jugendfeuerwehr 29.04.2004

Jetzt hatte Hohenaspe auch eine Jugendfeuerwehr. Mit einem Umzug durch die Gemeinde und einer feierlichen Fahnenweihe wurde die Nachwuchsabteilung für die freiwilligen Helfer aus der Taufe gehoben. Stolz präsentierten sich die 35 Jungen und Mädchen. Ein großes Lob gebührte aber auch den Organisatoren
der Gründungsveranstaltung. Nach dem Enthüllen der mit einem Drachen und dem Gemeindewappen verzierten Fahne durch den Amtswehrführer Hans Hinrich Martens und Ihrem Spender Bernd Carstens nahm Kreisbrandmeister Frank Raether sie offiziell in den Kreis der Steinburger Feuerwehrfahnen auf.
Viele Jahre hatte Hans Hinrich Martens auf die Gründung der Jugendfeuerwehr im östlichen Amtsgebiet gedrängt. Der große Ansturm der Jugendlichen sollte ihm Recht geben! Die anfängliche Angst, dass die Arbeit in der Jugendwehr die Kameraden überfordern könnte, ist längst einem großen Engagement aller
Mitglieder gewichen. Als erster Jugendwart wurde Thomas Clausen gewählt.
Die Fahne der Jugendfeuerwehr mit ihrem Stifer Bernd Carstens

Fortsetzung folgt





Dirigent: Bäckermeister  Emil Lange  (Vater von Christian)
Feuerwehr-Musikzug Hohenaspe am Vatertag 1964 (Text und Foto von Volker Schuster)

Immer, wenn Vatertag war, zogen wir mit der „Kreissäge“ auf dem Kopf von einem Dorf zum anderen. Die Route wurde vorher so festgelegt, dass viele Gasthöfe am Weg lagen. Früh am  Morgen gab es bei Schmetje ein deftiges Frühstück. Bevor wir Hohenaspe mit Marschmusik verlassen hatten, wurde uns alle 500 Meter eine Korn-Flasche in den Weg gestellt, so dass wir regelmäßig stoppen mussten.
Heinz Meinert, der die Pauke schlug, durfte an diesem Tag sein Instrument in einen Kinderwagen verfrachten. Zuvor wurde darin aber eine Kiste „Holsten“ und eine Riesen-Mettwurst  als Wegzehrung verstaut.
Er hatte nur Probleme, wenn wir z.B auf dem Weg nach Huje in der Feldmark abkürzen wollten, dass er mit seinem Gerät nicht so schnell über die Wiese kam. Gemein war es einmal, als wir auf einer Bullen-Wiese landeten und Gerd Lauersen in sein Tenorhorn stieß.
Die meisten Kameraden kamen noch schnell genug über den Zaun auf den Knick.
Die Jungbullen waren aber so schnell, dass Heinz Meinert gerade noch sich und die Pauke in eine Dornenhecke retten konnte.
Am Zielort in der Dorfkneipe von Huje gab es dann reichlich rezeptfreie Schmerzmittel, auch für die zahlreichen Gäste, die unsere Musik noch zu fortgeschrittener Zeit ertragen mussten.
Aber das waren Feiertage, die man nie vergisst.



Einschulung Ostern 1954   Lehrerin: „Mami“ Ratje
Obere Reihe von links: Heino Blumenberg, Willi Woltkoviak, Volker Schuster, Rainer Hinz,  (D. Eicke, ? )August Wolter

untere Reihe von links: Uwe Geißler, Christa Tüxen, Inge Wiedenhöft (Schwester von Rosi Reinhardt aus Hohenaspe) , Chistel Herbst (Kunzmann), I. Wiedenhöft ??, Marie-Luise Lahann, Renate Poppe, Gustav Möller


Eingegangene Mail zu diesem Foto: In der unteren Reihe neben Uwe Geisler stehe und mein Name Tüxen (wurde verbessert) geschrieben wird, dann folgt nicht Inge Möller, sondern Inge Wiedenhöft (Schwester von Rosi Reinhardt aus Hohenaspe) und die fünfte von links ist Rosemarie Jentsch (Tochter des damaligen Polizisten Jentsch). Gruß Christa Schröder, geb. Tüxen


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